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Wie unsere Denkmuster unser Wohlbefinden beeinflussen

Faszinierende Erkenntnisse in der Wissenschaft überraschen mich immer wieder. Hirnforscher fanden schon vor vielen Jahren die wissenschaftlichen Zusammenhänge zwischen unseren Gedanken und unserem Wohlbefinden.

Wie eng unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden zusammenhängen, erforschen auch seit über 20 Jahren Wissenschaftler am HeartMath Institut in Kalifornien. Ähnlich wie die Gehirnforscher fanden auch sie diese wissenschaftlichen Zusammenhänge zwischen Gedanken, Gefühlen und dem Muster unseres Herzrhythmus‘.

Diesen Wissenschaftlern verdanken wir die Erkenntnis, dass die Qualität, wie wir unser Leben gestalten, großen Einfluss hat auf einen ausbalancierten Rhythmus des Herzens, was wiederum für Wohlbefinden und Gesundheit sorgt.

Dieses Wissen zeigt uns einen praktischen Weg auf, uns mental mehr zu stärken und alte Denkmuster hinter uns zu lassen.

Unser Herz als Navigator

Unser Herz ist der Schlüssel für die ganze Bandbreite an Gefühlsvarianten, die zu unserem Leben gehören. Dabei sind nicht nur die positiven, sondern auch die als negativ empfundenen ausschlaggebend, wenn wir unsere Stimmungen regulieren wollen.

Folgende Szenerie haben wir sicher alle schon erlebt:
Es erreicht uns ein Telefonat mit einer schockierenden Nachricht. In der Folge spüren wir, dass unser Herz auf diese Wahrnehmung reagiert und deutlich vernehmbar schneller schlägt oder uns der Atem stockt. Vielleicht fühlen wir uns gelähmt und sind traurig.

Heilung durch liebevolle Aufmerksamkeit

Gefühle zu erleben und dabei auch die sogenannten Schattengefühle wie Traurigkeit, Angst, Scham und Wut zu fühlen, zu atmen, ohne sie zu verdrängen oder uns abzulenken, kann uns helfen, eine gelassene und liebevolle, aber vor allem annehmende Haltung zu entwickeln.

Wenn wir also unseren Gedanken, Gefühlen und unserem Seelenleben mehr Aufmerksamkeit schenken, können wir in unserem Innersten erleben, dass wir heilen können.

Diese Form des Umgangs mit unseren Gefühlen gehört im Laufe des Lebens zu den befreienden Entwicklungen. Wir hören von diesen Zusammenhängen selten in Kindheit und Jugend.

Das Bewusstsein für persönliche Weiterentwicklung kann sich erst entfalten, nachdem wir Krisen in unserem Leben gemeistert haben und dabei entdecken konnten, dass wir selbst etwas zum Positiven verändern können.

Wir sind nie Opfer anderer. Wir sind selbst in der Lage und dafür verantwortlich, gut für uns zu sorgen, ggf. auch, uns Hilfe zu holen bei Problemen.

Wir selbst haben die Macht der Selbstfürsorge. Wenn wir mit uns selbst fürsorglich umgehen, erkennen wir die Ursachen von Blockaden ganz rasch. Mit dieser Selbstfürsorge entwickelt sich unser Bewusstsein für eigene Bedürfnisse. Das ist der erste Schritt, um eine Auflösung zu ermöglichen.

Esoterischer Nonsens oder naheliegende Lösung

Es ist also keineswegs esoterischer Nonsens, wenn Menschen für sich erkannt haben, dass sich ihr Leben zum Positiven verändert hat, als sie sich intensiv mit ihren Denkmustern und inneren Dialogen beschäftigt hatten. Diese Denkmuster sind uns so vertraut, dass wir sie erst dann infrage stellen, wenn etwas Unangenehmes in unserem Leben vorgefallen ist. Das könnte ein Konfliktgespräch, eine Kränkung oder eine belastende Lebenssituation sein.

Mit jedem Gedanken, den wir denken, reagieren wir auf das Gedachte mit Körperempfindungen und Emotionen. Immerhin sind es ca. 60.000 Gedanken, die wir täglich denken. Diese Zahl verdeutlichen Neurowissenschaftler immer wieder.

Schwächende Gedankenmuster und ihre Folgen

Viele dieser Gedanken sind belastende und Stress auslösende Gedanken, die unsere Lebensfreude beeinträchtigen oder Sorgen, die selten begründet sind und noch seltener eintreffen.

Aber mit stressigen Gedankenmustern schläft man schlechter, arbeitet unkonzentrierter, die Gesundheit ist öfter angegriffen und die Liebe zum Partner, den Kindern und zum Leben kann sich nicht positiv entfalten. Bereits Kinder leiden unter Stress und sind nicht in der Lage, sich zu konzentrieren oder sich neu Gelerntes gut einzuprägen.

Prägungen und wie sie uns steuern

Die Erfahrungen unseres Lebens und das Erlebte haben uns alle sehr geprägt. So sind in uns Denkmuster und Prägungen entstanden, die eine entscheidende Rolle für unsere täglichen Entscheidungen spielen, ohne dass uns dies je bewusst ist. Aus langjährigen destruktiven Gedanken werden alltägliche Gewohnheiten, die zu unseren treuesten Begleitern werden.

Auch ich selbst hatte lange keine Ahnung von dem, was mich in meinem Inneren voranbringt, was mich steuert und beeinflusst. Wie die meisten Menschen wusste auch ich nichts von den – in uns allen – verdrängten Emotionen, schwächenden Gedanken und verborgenen Glaubenssätzen, die uns blockieren und unglücklich machen können.

In meinen Coachings und Workshops erlebe ich immer wieder Menschen, die fast zerbrechen an ihrem inneren Schmerz und ihrer Verzweiflung.

„Warum muss ausgerechnet mir das passieren?“

Die Ursache von diesem Schmerz und der Ursprung erschließt sich diesen Menschen nicht. Oft höre ich in diesem Zusammenhang den Satz: „Ich versteh das alles nicht, warum muss grade mir das passieren.“

Viele unserer Denkmuster hängen unmittelbar zusammen mit der Entstehung von Überlastungszuständen und führen zu verschiedenen Konflikten.

Oft liegen die Gründe dafür in der eigenen Haltung und den eigenen Denkmustern über andere Menschen oder zum Leben. Sie sind uns selten bewusst. Wir agieren dann auf Autopilot, was zur Folge hat, dass nicht nur unser Verhalten, sondern auch unsere Kommunikation dadurch beeinflusst wird.

Wahrscheinlich war es das Unterbewusste … ziemlich sicher sogar!

Wie wir inzwischen wissen, gibt es viel mehr, das uns steuert aus dem unbewussten Anteil in uns. Es ist sogar deutlich mehr, als das, was aus dem bewussten Anteil in uns geschieht. Das erklärt, warum unerklärliche Aussagen oder konflikthafte Ereignisse geschehen sind, deren Zusammenhänge wir später kaum verstehen.

Vieles davon hat seinen Ursprung in abwertendem Denken, verurteilendem Verhalten und übernommenen Glaubenssätzen früherer Generationen. Diese Glaubenssätze unserer Eltern und Großeltern prägen unsere Haltung zum Leben, zu Menschen und zur Familientradition.

Übernommene Glaubenssätze passen nicht immer zu uns

Solche alten, übernommenen Glaubenssätze passten zu diesen Menschen. Daher sind sie für uns selten zutreffend. Sie können uns sabotieren und lösen oft ein mulmiges Gefühl in uns aus. Weil sie nicht zu unserem Leben und Lebensstil passen, sind sie für uns zum größten Teil unwahr, nicht stimmig. Das spüren wir dann.

Dennoch sind diese Gedanken langjährig verfestigt, besonders dann, wenn sie durch Menschen geäußert worden, die für uns wichtig waren oder teilweise noch sind.

Besonders sorgenvolle Gedanken, die wir uns um unser Leben oder das anderer Menschen machen, sind oft hartnäckig. Sie rauben uns sogar den Schlaf, wenn sie permanent in unserem Kopf kreisen. Meist ist uns nicht bewusst, dass es eigene, verkleidete Ängste sind. Sie belasten uns selbst und den Umsorgten wie Bleigewichte auf den Schultern.

So zähmst du deinen Monkey Mind

Wir glauben, unsere sorgenvollen Gedanken nicht steuern zu können. Doch sie schwirren in unserem Kopf, wie in einem Gedankenkarussell. Verstärkt tritt dieses Gedankenkarussell in Bewegung, wenn wir zur Ruhe kommen.

Die Buddhisten sprechen vom Monkey Mind. Das ist der übereifrige Geist, der wie ein Affe von Ast zu Ast schwingt und kaum aufzuhalten ist.

Viele Menschen fragen sich, was ihnen helfen könnte gegen dieses ewige Grübeln, um endlich wieder zur Ruhe und in die Gedankenstille zu kommen.

In wenigen Schritten aus dem Gedankenkarussell in die Gedankenstille

Wenn du dir öfter Sorgen machst und diese sorgenvollen Gedanken dein Leben beeinträchtigen, steht das deinem Lebensglück entgegen. Daher ist es hilfreich, sich diese Gedanken klar vor Augen zu führen.

Sich selbst eine kleine Auszeit zu gönnen und darüber nachzudenken, welche Gedanken es sind, die aktuell durch den eigenen Kopf schwirren, kann anfangs irritierend sein. Dann aber zu erkennen, dass es stärkt und die eigene Klarheit unterstützt, gibt uns ein gutes Gefühl für die eigene Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung. Auf diese Weise erhalten wir eine Möglichkeit, unsere Stimmung zu verbessern.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten den Monkey Mind auszubremsen.

Den Monkey-Mind ausbremsen, so geht’s

Im ersten Schritt geht es darum, ein STOPP zu setzen und auch laut auszusprechen. Stelle dir vor deinem inneren Auge ein Stoppschild vor, falls dir das schwer fällt. Sich selbst zu sagen: „Stopp! Ich denke jetzt neu!“  bedeutet ein Innehalten und gibt dem Gehirn ein Signal.

Auf diese Weise gelingt es uns präsent zu werden und im Anschluss gedanklich den Fokus auf DAS ausrichten, was wir denken bzw. haben wollen.

Im Schreiben Klarheit für die Gedankenwelt schaffen

Klarheit kann uns in der Folge ein schriftlicher Prozess der eigenen Selbstentdeckung bringen, grade wenn es Probleme im Leben gibt.

Wir nehmen uns eine kleine Auszeit, werden still und bringen in ca. 10 Minuten zu Papier, welche Gedanken uns augenblicklich durch den Kopf gehen. Sie bleiben sonst in unserem Kopf ohne dass wir uns ihrer bewusst sind. Sie beeinträchtigen unser Leben, lösen – meist unangenehme – Gefühle aus und lenken dann unseren Fokus in eine Richtung, in die wir gar nicht wollen.

Dazu bedarf es eine wenig Training, denn das funktioniert nicht über Nacht.

Jeder einzelne Gedanke hinterlässt im Gehirn eine neuronale Spur. Wenn wir diese Spur verlassen, tun sich neue Wege auf. Auf diesem neuen Weg kann sich etwas zum Positiven verändern und neue neuronale Verbindungen entstehen.

Darüber wird es in diesem Blog einen weiteren Beitrag geben.

Die Gedankenbremse - Einfach albern, oder einen Versuch wert?

Eine weitere Methode, die ermöglicht unliebsame Gedanken auszuschalten ist das "Thought-Stopping". Die von dem Psychiater Joseph Wolpe entwickelte „Gedankenbremse“ trainiert das Gehirn darauf, automatisch wiederkehrende, unerwünschte Gedanken nicht mehr zuzulassen.

Thought Stopping – so geht‘s

Thought Stopping bedeutet den eigenen Gedanken Einhalt zu gebieten.

Streife ein Gummiband über dein Handgelenk. Sobald ein negativer Gedanke in deinem Kopf umherschwirrt, der dir ein unangenehmes Gefühl gibt, lass das Gummiband leicht an deinem Arm zurück schnalzen. Stelle dir dabei ein Stoppschild vor oder sag dir selbst "STOPP!!“

Formuliere dann laut oder im Gespräch mit dir selbst einen positiven Gedanken, der den ursprünglich destruktiven ersetzt.

Hier ein Beispiel:

    Ursprünglicher Gedanke:       „Das wird mir niemals gelingen“

   
wird ersetzt durch den Gedanken: 

                                               „Ich bin gut vorbereitet und werde es schaffen!

Dieses Training wirkt bereits nach wenigen Tagen. Wirklich effektiv spürst du die Wirkung des Thought Stoppings, wenn du es sehr regelmäßig über einen langen Zeitraum anwendest.

Schließlich sind unsere Glaubenssätze – aus denen sich destruktive Denkmuster ableiten -  ebenfalls über viele Jahre hinweg entstanden und haben nicht selten zu einer Menge Konflikten geführt.

Negative Denkmuster aufdecken mit The Work

Die Methode, die mir inzwischen zur sichersten Hilfe bei der Klärung im Coaching geworden ist, heißt The Work. Die Amerikanerin Byron Katie hat mit dieser Methode ein sehr wirkungsvolles Werkzeug geschaffen. Die Anwendung wirkt sehr erhellend, denn selten denken wir bewusst.

Ein Gedanken-Klärungsprozess - The Work

Unsere Denkprozesse laufen in der Regel nebenbei. Selten können wir uns anschließend an einen Gedanken erinnern, den wir kurz vorher gedacht haben. Mit The Work schaffen wir es, unsere Stress auslösenden Gedanken im ersten Schritt zu erkennen.

Dank The Work gelingt es uns, auch hartnäckige, destruktive Gedankenmuster über andere Menschen zu identifizieren, um sie in einem Selbstklärungsprozess nachhaltig zu entlassen.

Jeder Mensch findet durch diese Methode leicht Zugang zu seiner inneren Wahrheit. Das kann ein kraftvoller Befreiungsweg sein.

Bitte zögere nicht, wenn du Unterstützung brauchst und wende dich an mich.

Erfahrungsgemäß gelingt solch ein Klärungsprozess leichter mithilfe eines neutralen Blickwinkels. Genau diesen biete ich dir an in einem gemeinsamen Coaching-Gespräch. Meine Klientinnen und Klienten finden nach kurzer Zeit zu einem Leben in Leichtigkeit und Lebendigkeit zurück.

Du hast ein persönliches Anliegen? Nimm gerne Kontakt mit mir auf.