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Blogbeiträge von Elke Sieber


Ich freue mich, dass du hierher gefunden hast.

Hier auf meinem Blog verwende ich das vertraute DU. Bei den persönlichen Themen, um die es hier geht, empfinde ich ein distanziertes SIE fehl am Platz. Ich hoffe, das ist für dich in Ordnung.

Sei herzlich willkommen!

Gehörst du auch zu den Menschen mit tiefem Interesse an den wichtigen Themen des Lebens? Die Beiträge aus meinem Blog können dir neue Gedanken, Impulse und Tipps geben für das stimmige, erfüllte und achtsame Leben, das du dir wünschst.
Bist du offen für positive Veränderungen für dich selbst, in deiner Beziehung zu deinem Partner und im beruflichen Arbeitsumfeld? Dann bist du hier richtig!

Meine Blog-Themen

In den ersten Blogartikeln wird es um folgende Themen gehen …melde dich einfach hier an ->  Newsletter-Formular
Blog-Illustrationen mit freundlicher Genehmigung von Petra Niccoli, Ludwigsburg

Hinter die Kulissen

Außerdem werde ich dich von Zeit zu Zeit ein wenig „hinter die Kulissen“ meiner Praxis als Psychologische Beraterin führen und spannende Einblicke gewähren.
Ebenfalls stelle ich Werkzeuge für die persönliche Weiterentwicklung vor, von denen ich selbst überzeugt bin und immer wieder die Rückmeldung erhalte, dass sie leicht funktionieren -  wenn sie regelmäßig angewendet werden.

Um Neues zu erfahren melde dich einfach an auf meinem Newsletter-Formular.

Wie unsere Denkmuster unser Wohlbefinden beeinflussen

Faszinierende Erkenntnisse in der Wissenschaft überraschen mich immer wieder. Hirnforscher fanden schon vor vielen Jahren die wissenschaftlichen Zusammenhänge zwischen unseren Gedanken und unserem Wohlbefinden.

Wie eng unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden zusammenhängen, erforschen auch seit über 20 Jahren Wissenschaftler am HeartMath Institut in Kalifornien. Ähnlich wie die Gehirnforscher fanden auch sie diese wissenschaftlichen Zusammenhänge zwischen Gedanken, Gefühlen und dem Muster unseres Herzrhythmus‘.

Diesen Wissenschaftlern verdanken wir die Erkenntnis, dass die Qualität, wie wir unser Leben gestalten, großen Einfluss hat auf einen ausbalancierten Rhythmus des Herzens, was wiederum für Wohlbefinden und Gesundheit sorgt.

Dieses Wissen zeigt uns einen praktischen Weg auf, uns mental mehr zu stärken und alte Denkmuster hinter uns zu lassen.

Unser Herz als Navigator

Unser Herz ist der Schlüssel für die ganze Bandbreite an Gefühlsvarianten, die zu unserem Leben gehören. Dabei sind nicht nur die positiven, sondern auch die als negativ empfundenen ausschlaggebend, wenn wir unsere Stimmungen regulieren wollen.

Folgende Szenerie haben wir sicher alle schon erlebt:
Es erreicht uns ein Telefonat mit einer schockierenden Nachricht. In der Folge spüren wir, dass unser Herz auf diese Wahrnehmung reagiert und deutlich vernehmbar schneller schlägt oder uns der Atem stockt. Vielleicht fühlen wir uns gelähmt und sind traurig.

Heilung durch liebevolle Aufmerksamkeit

Gefühle zu erleben und dabei auch die sogenannten Schattengefühle wie Traurigkeit, Angst, Scham und Wut zu fühlen, zu atmen, ohne sie zu verdrängen oder uns abzulenken, kann uns helfen, eine gelassene und liebevolle, aber vor allem annehmende Haltung zu entwickeln.

Wenn wir also unseren Gedanken, Gefühlen und unserem Seelenleben mehr Aufmerksamkeit schenken, können wir in unserem Innersten erleben, dass wir heilen können.

Diese Form des Umgangs mit unseren Gefühlen gehört im Laufe des Lebens zu den befreienden Entwicklungen. Wir hören von diesen Zusammenhängen selten in Kindheit und Jugend.

Das Bewusstsein für persönliche Weiterentwicklung kann sich erst entfalten, nachdem wir Krisen in unserem Leben gemeistert haben und dabei entdecken konnten, dass wir selbst etwas zum Positiven verändern können.

Wir sind nie Opfer anderer. Wir sind selbst in der Lage und dafür verantwortlich, gut für uns zu sorgen, ggf. auch, uns Hilfe zu holen bei Problemen.

Wir selbst haben die Macht der Selbstfürsorge. Wenn wir mit uns selbst fürsorglich umgehen, erkennen wir die Ursachen von Blockaden ganz rasch. Mit dieser Selbstfürsorge entwickelt sich unser Bewusstsein für eigene Bedürfnisse. Das ist der erste Schritt, um eine Auflösung zu ermöglichen.

Esoterischer Nonsens oder naheliegende Lösung

Es ist also keineswegs esoterischer Nonsens, wenn Menschen für sich erkannt haben, dass sich ihr Leben zum Positiven verändert hat, als sie sich intensiv mit ihren Denkmustern und inneren Dialogen beschäftigt hatten. Diese Denkmuster sind uns so vertraut, dass wir sie erst dann infrage stellen, wenn etwas Unangenehmes in unserem Leben vorgefallen ist. Das könnte ein Konfliktgespräch, eine Kränkung oder eine belastende Lebenssituation sein.

Mit jedem Gedanken, den wir denken, reagieren wir auf das Gedachte mit Körperempfindungen und Emotionen. Immerhin sind es ca. 60.000 Gedanken, die wir täglich denken. Diese Zahl verdeutlichen Neurowissenschaftler immer wieder.

Schwächende Gedankenmuster und ihre Folgen

Viele dieser Gedanken sind belastende und Stress auslösende Gedanken, die unsere Lebensfreude beeinträchtigen oder Sorgen, die selten begründet sind und noch seltener eintreffen.

Aber mit stressigen Gedankenmustern schläft man schlechter, arbeitet unkonzentrierter, die Gesundheit ist öfter angegriffen und die Liebe zum Partner, den Kindern und zum Leben kann sich nicht positiv entfalten. Bereits Kinder leiden unter Stress und sind nicht in der Lage, sich zu konzentrieren oder sich neu Gelerntes gut einzuprägen.

Prägungen und wie sie uns steuern

Die Erfahrungen unseres Lebens und das Erlebte haben uns alle sehr geprägt. So sind in uns Denkmuster und Prägungen entstanden, die eine entscheidende Rolle für unsere täglichen Entscheidungen spielen, ohne dass uns dies je bewusst ist. Aus langjährigen destruktiven Gedanken werden alltägliche Gewohnheiten, die zu unseren treuesten Begleitern werden.

Auch ich selbst hatte lange keine Ahnung von dem, was mich in meinem Inneren voranbringt, was mich steuert und beeinflusst. Wie die meisten Menschen wusste auch ich nichts von den – in uns allen – verdrängten Emotionen, schwächenden Gedanken und verborgenen Glaubenssätzen, die uns blockieren und unglücklich machen können.

In meinen Coachings und Workshops erlebe ich immer wieder Menschen, die fast zerbrechen an ihrem inneren Schmerz und ihrer Verzweiflung.

„Warum muss ausgerechnet mir das passieren?“

Die Ursache von diesem Schmerz und der Ursprung erschließt sich diesen Menschen nicht. Oft höre ich in diesem Zusammenhang den Satz: „Ich versteh das alles nicht, warum muss grade mir das passieren.“

Viele unserer Denkmuster hängen unmittelbar zusammen mit der Entstehung von Überlastungszuständen und führen zu verschiedenen Konflikten.

Oft liegen die Gründe dafür in der eigenen Haltung und den eigenen Denkmustern über andere Menschen oder zum Leben. Sie sind uns selten bewusst. Wir agieren dann auf Autopilot, was zur Folge hat, dass nicht nur unser Verhalten, sondern auch unsere Kommunikation dadurch beeinflusst wird.

Wahrscheinlich war es das Unterbewusste … ziemlich sicher sogar!

Wie wir inzwischen wissen, gibt es viel mehr, das uns steuert aus dem unbewussten Anteil in uns. Es ist sogar deutlich mehr, als das, was aus dem bewussten Anteil in uns geschieht. Das erklärt, warum unerklärliche Aussagen oder konflikthafte Ereignisse geschehen sind, deren Zusammenhänge wir später kaum verstehen.

Vieles davon hat seinen Ursprung in abwertendem Denken, verurteilendem Verhalten und übernommenen Glaubenssätzen früherer Generationen. Diese Glaubenssätze unserer Eltern und Großeltern prägen unsere Haltung zum Leben, zu Menschen und zur Familientradition.

Übernommene Glaubenssätze passen nicht immer zu uns

Solche alten, übernommenen Glaubenssätze passten zu diesen Menschen. Daher sind sie für uns selten zutreffend. Sie können uns sabotieren und lösen oft ein mulmiges Gefühl in uns aus. Weil sie nicht zu unserem Leben und Lebensstil passen, sind sie für uns zum größten Teil unwahr, nicht stimmig. Das spüren wir dann.

Dennoch sind diese Gedanken langjährig verfestigt, besonders dann, wenn sie durch Menschen geäußert worden, die für uns wichtig waren oder teilweise noch sind.

Besonders sorgenvolle Gedanken, die wir uns um unser Leben oder das anderer Menschen machen, sind oft hartnäckig. Sie rauben uns sogar den Schlaf, wenn sie permanent in unserem Kopf kreisen. Meist ist uns nicht bewusst, dass es eigene, verkleidete Ängste sind. Sie belasten uns selbst und den Umsorgten wie Bleigewichte auf den Schultern.

So zähmst du deinen Monkey Mind

Wir glauben, unsere sorgenvollen Gedanken nicht steuern zu können. Doch sie schwirren in unserem Kopf, wie in einem Gedankenkarussell. Verstärkt tritt dieses Gedankenkarussell in Bewegung, wenn wir zur Ruhe kommen.

Die Buddhisten sprechen vom Monkey Mind. Das ist der übereifrige Geist, der wie ein Affe von Ast zu Ast schwingt und kaum aufzuhalten ist.

Viele Menschen fragen sich, was ihnen helfen könnte gegen dieses ewige Grübeln, um endlich wieder zur Ruhe und in die Gedankenstille zu kommen.

In wenigen Schritten aus dem Gedankenkarussell in die Gedankenstille

Wenn du dir öfter Sorgen machst und diese sorgenvollen Gedanken dein Leben beeinträchtigen, steht das deinem Lebensglück entgegen. Daher ist es hilfreich, sich diese Gedanken klar vor Augen zu führen.

Sich selbst eine kleine Auszeit zu gönnen und darüber nachzudenken, welche Gedanken es sind, die aktuell durch den eigenen Kopf schwirren, kann anfangs irritierend sein. Dann aber zu erkennen, dass es stärkt und die eigene Klarheit unterstützt, gibt uns ein gutes Gefühl für die eigene Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung. Auf diese Weise erhalten wir eine Möglichkeit, unsere Stimmung zu verbessern.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten den Monkey Mind auszubremsen.

Den Monkey-Mind ausbremsen, so geht’s

Im ersten Schritt geht es darum, ein STOPP zu setzen und auch laut auszusprechen. Stelle dir vor deinem inneren Auge ein Stoppschild vor, falls dir das schwer fällt. Sich selbst zu sagen: „Stopp! Ich denke jetzt neu!“  bedeutet ein Innehalten und gibt dem Gehirn ein Signal.

Auf diese Weise gelingt es uns präsent zu werden und im Anschluss gedanklich den Fokus auf DAS ausrichten, was wir denken bzw. haben wollen.

Im Schreiben Klarheit für die Gedankenwelt schaffen

Klarheit kann uns in der Folge ein schriftlicher Prozess der eigenen Selbstentdeckung bringen, grade wenn es Probleme im Leben gibt.

Wir nehmen uns eine kleine Auszeit, werden still und bringen in ca. 10 Minuten zu Papier, welche Gedanken uns augenblicklich durch den Kopf gehen. Sie bleiben sonst in unserem Kopf ohne dass wir uns ihrer bewusst sind. Sie beeinträchtigen unser Leben, lösen – meist unangenehme – Gefühle aus und lenken dann unseren Fokus in eine Richtung, in die wir gar nicht wollen.

Dazu bedarf es eine wenig Training, denn das funktioniert nicht über Nacht.

Jeder einzelne Gedanke hinterlässt im Gehirn eine neuronale Spur. Wenn wir diese Spur verlassen, tun sich neue Wege auf. Auf diesem neuen Weg kann sich etwas zum Positiven verändern und neue neuronale Verbindungen entstehen.

Darüber wird es in diesem Blog einen weiteren Beitrag geben.

Die Gedankenbremse - Einfach albern, oder einen Versuch wert?

Eine weitere Methode, die ermöglicht unliebsame Gedanken auszuschalten ist das "Thought-Stopping". Die von dem Psychiater Joseph Wolpe entwickelte „Gedankenbremse“ trainiert das Gehirn darauf, automatisch wiederkehrende, unerwünschte Gedanken nicht mehr zuzulassen.

Thought Stopping – so geht‘s

Thought Stopping bedeutet den eigenen Gedanken Einhalt zu gebieten.

Streife ein Gummiband über dein Handgelenk. Sobald ein negativer Gedanke in deinem Kopf umherschwirrt, der dir ein unangenehmes Gefühl gibt, lass das Gummiband leicht an deinem Arm zurück schnalzen. Stelle dir dabei ein Stoppschild vor oder sag dir selbst "STOPP!!“

Formuliere dann laut oder im Gespräch mit dir selbst einen positiven Gedanken, der den ursprünglich destruktiven ersetzt.

Hier ein Beispiel:

    Ursprünglicher Gedanke:       „Das wird mir niemals gelingen“

   
wird ersetzt durch den Gedanken: 

                                               „Ich bin gut vorbereitet und werde es schaffen!

Dieses Training wirkt bereits nach wenigen Tagen. Wirklich effektiv spürst du die Wirkung des Thought Stoppings, wenn du es sehr regelmäßig über einen langen Zeitraum anwendest.

Schließlich sind unsere Glaubenssätze – aus denen sich destruktive Denkmuster ableiten -  ebenfalls über viele Jahre hinweg entstanden und haben nicht selten zu einer Menge Konflikten geführt.

Negative Denkmuster aufdecken mit The Work

Die Methode, die mir inzwischen zur sichersten Hilfe bei der Klärung im Coaching geworden ist, heißt The Work. Die Amerikanerin Byron Katie hat mit dieser Methode ein sehr wirkungsvolles Werkzeug geschaffen. Die Anwendung wirkt sehr erhellend, denn selten denken wir bewusst.

Ein Gedanken-Klärungsprozess - The Work

Unsere Denkprozesse laufen in der Regel nebenbei. Selten können wir uns anschließend an einen Gedanken erinnern, den wir kurz vorher gedacht haben. Mit The Work schaffen wir es, unsere Stress auslösenden Gedanken im ersten Schritt zu erkennen.

Dank The Work gelingt es uns, auch hartnäckige, destruktive Gedankenmuster über andere Menschen zu identifizieren, um sie in einem Selbstklärungsprozess nachhaltig zu entlassen.

Jeder Mensch findet durch diese Methode leicht Zugang zu seiner inneren Wahrheit. Das kann ein kraftvoller Befreiungsweg sein.

Bitte zögere nicht, wenn du Unterstützung brauchst und wende dich an mich.

Erfahrungsgemäß gelingt solch ein Klärungsprozess leichter mithilfe eines neutralen Blickwinkels. Genau diesen biete ich dir an in einem gemeinsamen Coaching-Gespräch. Meine Klientinnen und Klienten finden nach kurzer Zeit zu einem Leben in Leichtigkeit und Lebendigkeit zurück.

Du hast ein persönliches Anliegen? Nimm gerne Kontakt mit mir auf.

Paarkommunikation ist ein Entwicklungsprozess

In den Gesprächen, die ich mit Menschen führe sind belastende Situationen, die zu Konflikten in Paarbeziehungen geführt haben, ein häufiges Thema.
Für mich deutet viel darauf hin, dass uns allen – zumindest am Anfang unseres Beziehungslebens - Konfliktlösungsmodelle fehlen.

Daher möchte ich dieses Thema gleich zu Anfang dieses Blogs aufgreifen und hier einige Impulse geben.

So gerät die Lebendigkeit deiner Partnerschaft in eine Sackgasse

Wenn Paare unzufrieden sind und spüren, dass unterschiedliche Wertvorstellungen oder Erwartungen zu Konflikten führen könnten, ist es wichtig, den Partner oder die Partnerin darauf anzusprechen. Der Mangel an Lebendigkeit ist allgegenwärtig und jeder fühlt sich unwohl. Wenn Beziehungen ins Stocken geraten, fließt das Leben nicht mehr weiter.

Schleichend haben sich oft auch Dynamiken eingestellt, in denen Beleidigungen oder verletzende Aussagen zur Tagesordnung gehören. Keinen anderen Menschen würden sie so respektlos behandeln, wie die eigene Partnerin oder den eigenen Partner.
Eigentlich sollte man meinen, dass ich die Person, die ich liebe, am besten behandle von allen.

Auseinandersetzungen über ungelöste Konflikte oder Ärger meiden zu wollen führt in der Regel zu Missverständnissen, die wiederum den Nährboden bilden für weitere Ärgernisse oder gar unterschwellige Wut.

Aufrichtigkeit gewährleistet den Erfolg deiner Paargespräche

Wenn wir unsere Beziehungsqualität verbessern wollen, ist ein Aspekt wichtig, mit dem wir wieder eine respektvolle und wertschätzende Atmosphäre schaffen können: Aufrichtigkeit.
Nur in dieser Aufrichtigkeit ist eine wahrhaftige, ehrliche Kommunikation möglich.
Diese Aufrichtigkeit sich selbst und dem Partner/der Partnerin gegenüber verhilft der Partnerschaft zu neuer Lebendigkeit und ermöglicht die Wendung zu einer positiven Entwicklung.

Destruktives Verhalten – tappe nicht in diese Falle 

Nach meiner Erfahrung funktioniert eine gute Paarkommunikation am besten zwischen Menschen, die ein gutes Selbstwertgefühl entwickelt haben. Sie reden idealerweise so miteinander, dass im Gespräch weder interpretiert, noch projiziert wird. Wenn jedoch eine/r der beiden zum beleidigten Rückzug während eines klärenden Gesprächs neigt, wirkt dieses Verhalten wie ein hochprozentiges Gift.

Die meisten Menschen haben ein sehr gutes Gespür, wenn sie manipuliert werden sollen. Eine/r von beiden fordert den anderen auf, ihm/ihr Bestätigung oder mehr Beachtung zu schenken. Geschieht dies nicht, zieht er/sie sich zurück, fühlt sich als Opfer und macht den anderen zum Täter.

Ungelöste Paarkonflikte können krank machen

Spannungsgeladene Situationen, in denen solche Unstimmigkeiten herrschen, sind kaum zu ertragen. Man fühlt sich permanent unwohl. Nicht selten herrschen solche Phasen der Sprachlosigkeit über längere Zeit an.

Selbst wenn Konfliktpartner nicht miteinander reden, erzeugt die gedankliche Auseinandersetzung mit der/dem anderen negative Gefühle. Das kostet Energie und im Körper werden Stresshormone ausgeschüttet. Wenn dieser hohe Stresspegel über längere Zeit anhält, können wir krank werden.

7 Tipps für eine entspannte Paarkommunikation und mehr Lebendigkeit

  1. Versuche kleinere Unstimmigkeiten und Probleme frühzeitig zu erkennen und anzusprechen. Das verhindert, dass sie früher oder später zum Konfliktpotenzial werden, das deine Beziehung sprengen kann.
  2. Jeder darf für sich und seine Gefühle die Verantwortung übernehmen und dennoch ehrlich seine Bedürfnisse äußern. Das bedeutet auch, sich mutig der eigenen Grenzen bewusst zu sein und damit verletzlich zu zeigen.
  3. Erst dann gelingt es uns, uns selbst die eigenen Herzensbedürfnisse einzugestehen und zu formulieren.
  4. Eigentlich wissen wir alle, wie das funktionieren kann. Wenn ich in Ich-Botschaften von mir spreche, vermeide ich, dass mein Gegenüber sich angegriffen fühlt. Anstelle eines Angriffs wie: „du hörst mir nie zu“ würden passen ein „Ich habe mich unverstanden/ratlos/verzweifelt gefühlt…“ 
  5. Wir haben meist Hemmungen über die eigenen Wünsche, Phantasien und Bedürfnisse mit unserem Partner oder unserer Partnerin zu sprechen, weil es uns selbst an der dafür nötigen Klarheit fehlt.
  6. Meine Erfahrung ist: Wer die eigenen Bedürfnisse und Vorstellungen kennt, kann sich in einem vertrauensvollen Gespräch dem Gegenüber besser offenbaren.
  7. Ein weiterer wichtiger Faktor ist es konkret zu werden. Wenn ich etwas konkret anspreche bedeutet das, Verallgemeinerungen zu meiden: Welche Situation, an welcher Stelle, welches Verhalten? Das gibt uns einen klaren Bezugspunkt.
Bereits mit diesen kleinen Interventionen gelingt es uns als Paar zu einer entspannten Ebene zurückkehren.

Mein ganz persönlicher Zusatz-Tipp zur Konfliktlösung 

  • Ich selbst frage mich in solchen Situationen zuerst, ob und was ich selbst zur Konfliktlösung beitragen kann. Im zweiten Schritt ist mir wichtig, in einer ruhigen Atmosphäre und respektvollen Weise einen Lösungsansatz zu finden. Gelingt dies nicht im ersten, dann meist im zweiten Anlauf nach einer kleinen Pause.

Warum es sich lohnt dran zu bleiben

Wir alle haben schon erlebt, wie lösend eine klärende Aussprache wirken kann und wie befreiend sich das anfühlt. Es lohnt sich also immer wieder dran zu bleiben, wenn uns unsere Partnerin/unser Partner wichtig ist.

In den kommenden Wochen gibt es einen weiteren Blogbeitrag zu diesem Thema Fallen in der Kommunikation, die du vermeiden solltest.  Dort erfährst du mehr zu diesem Thema.

In Planung ist ein Blogbeitrag zum Thema Sprachlosigkeit war gestern . Er befasst sich mit der Sprachlosigkeit von Paaren und wie es möglich ist, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen, auch wenn’s momentan schwierig scheint.
Melde dich also gerne zu meinem Newsletter  an um über neue Impulse informiert zu werden.

Selbstliebe – Schlüssel zu einem glücklichen Leben

Wenn sie fehlt, die Liebe zu uns selbst.   Selbstliebe_Elke Sieber

In meinen Coachings erlebe ich immer wieder, dass Menschen über ihre eigenen Grenzen im beruflichen oder auch persönlichen Bereich gehen und Dinge tun, die ihnen nicht gut tun.

Auch in meinen Workshops für Frauen nimmt dieses Thema einen großen Raum ein.

Ein Grund, mich mit diesem wichtigen Thema gründlicher auseinander zu setzen, denn mich interessieren generell die Hintergründe zu solchen Fragen.

Unser Tag ist oft prall gefüllt mit Herausforderungen im Alltag und Job, Termindruck rund um die Kinderbetreuung und unzählige unvorhergesehene Ereignisse sorgen dafür, dass wir ständig unter Strom stehen. Wir kommen gar nicht dazu, darüber nachzudenken, wie es uns geht und wie wir uns fühlen. Noch seltener kommen wir dazu, gut für uns selbst zu sorgen.

Alles unter einen Hut? Mit Vollgas in die Unzufriedenheit.

Auch ich selbst hatte vor vielen Jahren Phasen meines Lebens, in denen ich meinte, alles unter einen Hut bekommen zu müssen.

Als Familienmanagerin, die ihre Aufgaben als Mutter und Ehefrau ernst nahm, übernahm ich nicht nur Verantwortung für die reibungslosen Abläufe innerhalb des Familienalltags mit Haus und Hund, vielfältigen innerfamiliären und gesellschaftlichen Verpflichtungen, sondern auch für mein berufliches Funktionieren. Perfektionistisch veranlagt, wie ich damals war, sollte dann natürlich auch alles wie am Schnürchen klappen.

Es gelang mir in diesen Tagen selten, mal eine Pause einzulegen, geschweige denn, achtsam für mich zu sorgen oder gar meine Selbstliebe zu kultivieren. Die Folge waren oft Konflikte im Außen und meine eigene wachsende Unzufriedenheit. Von ähnlichen Geschichten höre ich nun bei meinen Klientinnen und Klienten aus deren Erzählungen.

Die Folgen der fehlenden Selbstliebe

Die Auswirkungen, die ich damals selbst gespürt habe, merken in ähnlicher Form auch meine Klientinnen und Klienten. Sie sind sehr unzufrieden und klagen über zunehmende Frustration in ihrem Leben. Ebenso, wie ich das selbst erlebt habe, fühlen sie sich erschöpft und stellen häufig fest, dass andere Menschen ihre Bemühungen nicht wertschätzen.

Jede Unzufriedenheit drückt einen Mangel an Selbstliebe aus. Diese wachsende Unzufriedenheit ist für viele Menschen der Beweggrund, erste Schritte der Veränderung zu gehen, um die Hektik des Alltags und den Perfektionismus hinter sich zu lassen.

Unser Fokus folgt eigenen Veränderungsabsichten

Selbst habe ich für mich erkannt, dass es nötig ist, uns Zeit zum Runterkommen zu nehmen, Ruhe um nach Innen zu gehen. Das konnte anfangs schon ein stilles Sitzen sein. Dadurch pausieren wir die Dauerbeschallung und beim Meditieren  (demnächst erscheint hier mein Artikel zum Thema Meditation), bewirkt die Gedankenstille, dass unser pausenlos rotierendes Denkerkarussell langsamer wird.

In dieser Haltung kann sich unser Fokus verändern. Eine neue Betrachtungsweise offenbart uns, was wir bisher noch nicht wahrnehmen konnten.

Möglich wäre auch, sich selbst in solch einer Stille-Zeit folgende Fragen zu stellen:

  • „Wo stehe ich aktuell?
  • „Was macht mich aus?“
  • „Welche Bedürfnisse erfülle ich mir momentan nicht?“
  • „Welche Entscheidungen würden mich glücklicher machen?“

Die Gedanken, die dabei auftauchen, können sich fremd und verrückt anfühlen. Manchmal ist es eine Herausforderung, sie nicht zu verurteilen, sondern erst mal stehen zu lassen.

Dann wird es uns gelingen, die Dinge des Lebens in einem neuen Licht zu erkennen – sie uns bewusst zu machen -  und in einem weiteren Schritt können wir dann Veränderungen vornehmen, die nötig sind.

Es bedarf nur ein wenig Mut, um alte Denkweisen hinter sich zu lassen. In einer neuen Ausrichtung lenke ich den Fokus darauf, eine befriedigende Lebensqualität zu schaffen. Dann gelingt es – mit ein wenig Geduld - neue Wege zu gehen, wenn ich zuvor in einer Sackgasse des Lebens gelandet war.

Wie drückt sich Selbstliebe aus?

Selbstliebe hat viele Facetten. Ich denke, für jeden Menschen drückt sich Selbstliebe anders aus. Sie ist zutiefst persönlich und lässt sich nicht auf Knopfdruck herstellen. Selbstliebe äußert sich darin, dass du das, was du dir versprichst auch hältst. Das bedeutet, sich selbst treu zu sein.

Für mich bedeutet Selbstliebe, dass ich mit mir und meinen inneren Aspekten liebevoll, großzügig und achtsam umgehe. Diese Haltung spiegelt sich in der Folge auch in meinem täglichen Lebensalltag. Daran merke ich, dass ich mich im Einklang mit mir selbst befinde. 

Für mich ist dieser Zustand der Selbstliebe ein liebevolles Feld der Herzensverbundenheit, Geborgenheit und Gelassenheit, das ich wachsen lassen kann und an dem ich gerne auch andere Menschen teilhaben lasse.

Entscheidung zur Selbstliebe – Für mich, nicht gegen dich

In den vergangenen Jahren bin ich vielen Menschen begegnet, die sich erstmals mit ihrer Selbstliebe beschäftigen. Viele sorgen sich, ob sie belächelt oder verurteilt werden von anderen.

Immer wieder empfehle ich dranzubleiben und zu sich selbst zu stehen. Alles andere würde bedeuten, es anderen recht zu machen. Mit der Entscheidung, es anderen recht zu machen, begibt man sich in eine Opferrolle, die niemand bewusst einnehmen würde.

Sind uns diese Zusammenhänge bewusst, hilft uns diese Erkenntnis, uns von gesellschaftlichen Erwartungen und Zwängen zu lösen. Dann gelingt es uns anderen Menschen auf Augenhöhe authentisch gegenüber treten. In der Selbstliebe finden wir immer mehr innere Kraft den eigenen Weg zu gehen.

Wie entwickelt sich die Liebe zu uns selbst

Selbstliebe entwickelt sich nach meiner Erfahrung nicht von heute auf morgen, sondern in einem Prozess der persönlichen Weiterentwicklung.

Wenn es mir selbst gelingt, meine eigenen Stärken, kleinen Schwächen und Verletzlichkeiten anzunehmen und zu akzeptieren, kann ich auch versöhnlich auf meine Schattenanteile blicken. Mit Schattenanteilen sind die eigenen ungeliebten Aspekte, Eigenschaften und Gefühle gemeint, mit denen wir uns anfreunden dürfen.

So stärkst du deinen Selbstwert

Sich selbst genauso annehmen und lieben zu können, wie wir sind, verschafft uns Selbstsicherheit. Diese Selbstsicherheit ist die wahre Basis für einen stabilen Selbstwert.

Dann müssen wir uns nicht mehr mit anderen Menschen vergleichen, uns nicht mehr um Anerkennung und Bestätigung im Außen bemühen, sondern werden sicherer und stärker. Das erklärt, warum eine gesunde Selbstliebe immer mit einem hohen Selbstwertgefühl einher geht.


Zu diesem und anderen wichtigen Themen werde ich in diesem Blog noch einiges schreiben.

Wenn du weitere Anregungen und Selbstliebe-Impulse nicht verpassen möchtest und noch nicht eingetragen bist, melde dich gleich zu meinem Newsletter  an.